Wenn sich zwei aus unterschiedlichen Stoffen bestehende Körper berühren, kommt es zur Ladungstrennung, d. h. der eine Körper lädt sich positiv, der andere negativ auf. Ursache der Ladungstrennung ist die unterschiedliche Fähigkeit der Stoffe, Elektronen aufzunehmen bzw. festzuhalten. Es wechseln so lange Elektronen vom einen zum anderen Körper, bis sich die elektrochemischen Potentiale der beiden Körper ausgeglichen haben.
Als klassisches Beispiel für die elektrostatische Auf- und Entladung von Körpern können Blitze dienen. Die Ladungstrennung liegt hier zwischen Wolken und dem Erdboden vor. Die bei einem Blitz fliessenden Ströme sind extrem hoch (>100 Kilo-Ampère).
Im Kleinen taucht dieser Effekt auf, wenn man mit Gummisohlen bei trockener Luft über einen Teppichboden schlurft und sich dann bei Berührung von einem Metallgegenstand erdet: Man kriegt eine "gewischt", d. h. es findet eine Spontanentladung statt - bei der nur minimale Ströme (~10 Milli-Ampère) fliessen.
Elektrostatische Aufladung kann theoretisch bei Schwimmerschalter aus Kunststoff vorkommen, ist aber zu vernachlässigen. Zu beachten ist lediglich, dass deshalb in der Ex-Zone keine Schwimmerschalter aus Kunststoff eingesetzt werden dürfen.
Siehe auch:
- Ladung
- Spannung
- Stromstärke