Bei dem Vorgang der Erdung oder des Erdens wird eine leitende Verbindung zwischen einem Gegenstand, beispielsweise Badewanne oder Dachantenne, zu einer sehr grossen Masse, vorzugsweise dem Erdboden in ein bis zwei Meter Tiefe hergestellt. Der Sinn ist der, dass durch dieses Erden jegliche Spannungsunterschiede abgebaut sind.
Bei der Badewanne kann es ohne Erdung beim Wassereinlassen zu einer grossen Aufladung kommen, besonders dann, wenn sie auf Gummiplatten gestellt ist. Dachantennen werden geerdet, um Blitze gefahrlos in die Erde abzuleiten, ohne dass das darunter befindliche Haus Schaden nimmt.
Schwimmerschalter zur Niveauüberwachung müssen normalerweise nicht geerdet werden. Schwimmerschalter aus Kunststoff sind nicht leitend - eine Erdung erübrigt sich. Etwas anders sieht es aus mit Schwimmerschalter aus Edelstahl: der Edelstahl selbst ist leitend, aber die Elektronik ist mit einem isolierenden Kunstharz umgossen. Solange kein Defekt vorliegt und der Schwimmerschalter korrekt angeschlossen ist, führt er keinen Strom.
Eine Ausnahme bilden Schwimmerschalter für die Ex-Zone: diese müssen immer geerdet werden.